Hallo Merlin,
ich war vor gut 2 Jahren in der Coto Donana, in Südwestspanien, dem Mündungsdelta des Rio Guadalquivir, dem bislang größten Verbreitungsgebiet des Iberischen Luchses.
Das Problem dort war, dass die Tiere durch das Verschwinden der Hauptbeute - den Wildkaninichen (Myxomatose-Epidemie) im Bestand stark zusammengebrochn sind.
Vor 15 Jahren (als ich das letzte Mal in Sachen Naturreise in Spanien war) hörte ich von spanischen Zoologen, dass es noch mehrere hundert Tiere gäbe. Leider ist der Bestand nun offenbar extrem bedroht. Zudem fressen sich die Agrarflächen rings um den Nationalpark Coto Donana immer weiter in die Pufferzonen des Parks und die Strassenbaute fordern weitere Opfer unter den Luchsen, gefördert mit EU-Mitteln.

Ich fürchte der Iberische Luchs reiht sich bald in die Reihe anderer ausgestorbener Arten - so wie zuletzt der Iberische Steinbock...