| Teil 2 - Die Götter |
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Die Verehrung der Katze im alten ÄgyptenTeil 2Auch in der Religion spielte die Katze eine große Rolle... Der von den Ägyptern verehrte Sonnengott Ra wurde im Kampf gegen den Gott der Finsternis (verkörpert durch die Schlange Apophis) in Gestalt eines Katers dargestellt. Jeden Morgen mit Sonnenaufgang verdrängte das Licht die Finsternis, oder sinnbildlich gesprochen: Der Kater (Ra) erschien und vertilgte die Schlange.
Dieses Bild vom Sieg des Lichts über die Dunkelheit tauchte immer wieder im alten Ägypten auf. Es verkörperte einen wichtigen Bestandteil des ägyptischen Glaubens.
Neben der Gestalt des Katers, in den sich der Sonnengott Ra verwandelte um seine Feinde zu besiegen, gab es auch das Bild einer Katze. Die Ägypter ordneten dieses Tier der Liebesgöttin Bastet zu. Bastet, die die Göttin des Mondes war, verkörperte Fruchtbarkeit. Sie galt auch als Schutzgöttin der Frauen und wurde bei Kinderwunsch und Niederkunft angerufen.
Die Mondgöttin und der Sonnengott bekämpften gemeinsam den Gott der Finsternis. Ra tat dies jeden Morgen mit Sonnenaufgang, Bastet des nachts, denn ihre Aufgabe bestand darin, die Sonne in der Nacht vor den Mächten der Finsternis zu beschützen.
Doch Bastet besaß nicht immer das freundliche, schutz- und fruchtbringende Wesen. Anfänglich wurde die Kriegsgöttin Sachmet, die auch für Krankheiten und Seuchen verantwortlich gemacht wurde, mit dem Haupt eines Löwen dargestellt. Dieses Abbild verkörperte die Wildheit, den Schrecken und die Aggression dieser Göttin. Erst allmählich wurde dieses Bild durch das der sanftmütigeren Bastet ersetzt, die in Gestalt einer normalen Katze dargestellt wurde.
Katzen wurden im alten Ägypten prunkvoll bestattet und über den Tod hinaus noch verehrt. Wie verstorbene Menschen wurden die Tiere fachgerecht einbalsamiert und in Särgen, die meist die Form einer Katze hatten, bestattet.
In Bubastis, einem Ort im Gebiet des Nildeltas, befand sich ein großer, speziell für die Beisetzung toter Katzen errichteter Friedhof. Zahlreiche Ausgrabungen im alten Ägypten förderten Katzenmumien zutage und legen Zeugnis ab von der Verehrung der Ägypter für diese Tiere.
Wer eine Katze tötete – und hierbei spielte es keine Rolle, ob dies absichtlich oder aus Versehen geschah! - den erwartete die Todesstrafe. Zur damaligen Zeit lebte in nahezu jedem ägyptischen Haushalt eine Katze. Katzenbesitzer, denen die geliebten Tiere gestorben waren, zeigten ihre Trauer dadurch, dass sie sich die Augenbrauen abrasierten.(TS) |
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